VISIOTECH meets EYE-TEC

Oder auch – 3D meets Titan

Bei 3D-Druck denkt die Welt – und auch wir – oft in zukünftigen Branchen und Bereichen. Daher umso faszinierender, dass auch bereits länger existierenden Produkten durch 3D-Druck ein neues Design und eine neue Optik verpasst werden kann!

So geschehen ist dies im Herbst 2017, als uns die Anfrage von Mathias Polauke, Gründer von EYE-TEC und Besitzer des dazugehörigen Flagship Stores „Brillerei72“ im Stuttgarter Osten, ins Haus flatterte.

Hochwertige Brillengestelle im 3D-Druckverfahren sollten es werden – mittels selektivem Lasersinterverfahren hergestellt (SLS mit Material PA12). Die Aufgabe für VISIOTECH bestand darin, das von EYE-TEC designte Gestell per 3D-Scan zu konstruieren und zu „bauen“.

„Made in Stuttgart“ – „Designed in Stuttgart“ – „Naming by Stuttgart Places“

Eine weitere Besonderheit des gesamten Projektes ist das Thema 0711 – unsere erste Liebe; Brillen „Made in Stuttgart“ – „Designed in Stuttgart“ – „Naming by Stuttgart Places“. Daher wurden auch passend die fünf Modellnamen seitens Polauke ausgesucht: Wasen, Solitude, Killesberg, Heusteigviertel & Hallschlag.

Mathias kam auch bei uns vor Ort in der Produktion vorbei, um sich den Herstellungsprozess im SLS-Verfahren genauer unter die Lupe zu nehmen – oder wie der Slogan auf seinem Pulli schon so schön zeigt: WILLST DU SEHEN?

Die Modelle unterscheiden sich in Form und sind in 13 unterschiedlichen Farbkombinationen mit den Bügeln zu erwerben (Formunterschiede u.a. bei Nasenrücken & Brillengrößenformen). Die Bügel sind aus Titan und ebenfalls „Made in Stuttgart“.

Das Verfahren zum Druck der Brillengestelle

Das Besondere an der Optik bei dem angewandten Selektiven Lastersinter-Verfahren:
Die Baustufen bzw. Konturen auf dem Gestell sollen sichtbar bleiben und geben den Brillen ihren einzigartigen Charme. Diese Konturen sehen aus wie Jahresringe eines Baumstammes. Sie entstehen beim schichtweisen Bau des Lasersinterns.

Was ist selektives Lasersintern?

Hierzu ein kurzer Auszug aus unseren Hintergrundinformation zum SLS-Verfahren:
Lasersintern lässt sich als ein generatives Schichtbauverfahren definieren. Mit Hilfe von Laserstrahlen bzw. durch das Sintern können dabei die unterschiedlichsten dreidimensionalen Geometrien aus einem pulverförmigen Ausgangsstoff modelliert werden. Verfahrenstechnisch wird das verwendete Pulver in dünnen Schichten mittels eines Lasers verschmolzen. So entsteht das jeweilige Stück Schicht für Schicht in einer Art Pulver-Bad, wobei auch komplexe und sonst schwer anzufertigende innere Geometrien realisiert werden können.