start somewhere

Man sollte jeden Tag, wenigstens ein kleines bisschen, die Welt verbessern.

VISIOTECH FOR FUTURE.

Start somewhere ist eine gemeinnützige GmbH aus München die bereits seit 8 Jahren Entwicklungsarbeit in den größten Slums Afrikas leistet. Geschäftsführer und Architekt Oliver von Malm erzählte uns von seiner Vision: die Slums dieser Welt nachhaltig zu verbessern: durch ein flexibles, wiederverwendbares, kostengünstiges und brandsicheres Bausystem. Inspiriert wurde er dabei von seiner eigenen Zeit, die er in Nairobi verbracht hat, um herauszufinden, was wirklich helfen könnte: Arbeitsplätze vor Ort schaffen, Schulen bauen und die Wertschöpfung in der eignen Region zu bündeln, unberührt von den Industrienationen.

Nun stellt die Struktur eines Slums, eine ganz besondere Herausforderung dar. Eine Balance zwischen freier Fläche, die oft nur schwer bebaut werden kann, und deren Nutzung, muss in Einklang gebracht werden. Die Macher von Start Somewhere erfanden deswegen ein modulares Stecksystem aus Betonsteinen. Erstmals können dadurch beliebige Winkel stufenlos im Grundriss realisiert werden, außerdem sprechen wir vom weltweit ersten System, welches komplett auf Mörtel und Kleber verzichtet. Nicht nur der Aufbau, sondern auch der Abbau kann schnell vonstatten gehen und dem Wiedereinsatz der Steine steht nichts entgegen! Im Falle einer Zwangsumsiedlung kann das Haus „mitgenommen“ werden und die Familien verlieren nicht mehr auf einen Schlag alles. Der ideelle Wert dieser Betonsteine ist groß.

Um die modularen Betonsteine zu erstellen, wird eine Schalung benötigt. In diese Schalung kann der Beton eingegossen werden. Das mehrfache Verwenden der Schalung ist dabei die Voraussetzung und somit ein besonderer Anspruch also, was Stabilität und Oberflächenbeschaffenheit jeder einzelnen Schalung angeht. Nach dem Aushärten des Betons, wird die Schalung gelöst und der fertige Betonstein kommt zum Vorschein. Keine Nacharbeit, sondern sofortiger Einsatz ist angesagt. Gewicht und Größe sind dabei so gewählt, dass ein einfaches Handling möglich wird. Die Schalung an sich, hat die Erwartungen aller Projektbeteiligten übertroffen.

Bei der Produktion der Schalung, kommen wir ins Spiel: Zur Erstellung haben wir das Verfahren Vakuumguss gewählt. Hier können wir problemlos mittlere Stückzahlen in kürzester Zeit fertigen. Die Oberfläche ist so glatt, sie erinnert an einen Spritzgussteil. Der Unterschied liegt allerdings im Werkzeug. Denn nach Erstellung eines Urmodells, welches in diesem Fall durch Stereolithografie erfolgte, wird ein Silikonwerkzeug erstellt. Dieses ermöglicht das identische Abbild des Urmodells. Die Ausbringungsmenge aus einer Silikonform variiert je nach Geometrie des Bauteils, liegt aber im Schnitt bei ca. 25 Stück. Gewindeeinsätze, Inserts, Hinterschnitte oder hart/weich Angüsse stellen kein Problem dar und sind in einem einzigen Produktionsprozess umsetzbar.
Dieses Verfahren ist eine absolute Wunderwaffe im Bereich Reproduzierbarkeit enger Toleranzen für kleine bis mittlerer Stückzahlen. Wandstärkenunterschiede, Kopien komplexer Oberflächen, flexible oder transparente Bauteile, alles ist möglich. Die Materialvielfalt der Polyurethan Harze ist dabei unendlich.

Start somewhere, für VISIOTECH ein sehr wichtiges Projekt welches in unserem Unternehmen einen besonderen Stellenwert genießt und die Bandbreite an Möglichkeiten aufzeigt, die mit industriellen 3D-Druck Verfahren realisierbar sind. Weitere Infos auf www.startsomewhere.eu